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Es ist sehr tragisch: In der Zeit, als man wusste, dass die beiden am Kopf zusammengewachsen waren, schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft, hat man eine Abtreibung aus "religiösen Gründen" abgelehnt - weil man nicht in die Schöpfung und den Willen Gottes eingreifen wollte. Ein paar Monate nach der Geburt versuchte man nun, die beiden, die so eins miteinander waren, zu trennen. Frage: Hat man jetzt nicht noch viel schlimmer in den "Willen Gottes" eingegriffen? In den ersten Wochen war es doch möglich, die beiden wieder heimzuschicken, da ihre Seelen noch im Himmel waren! Nun waren ihre Seelen schon längst in ihren Körpern, sie hatten sich gefunden, liebten diesen Austausch miteinander. Sie kamen und wurden geboren, WEIL sie das so wollten, nachdem man ihnen die Heimkehr in den ersten Wochen nicht erlaubt hat. Wenn man die beiden im Fernsehen sah, sah man auch, dass sie völlig zufrieden waren damit, wie es war. So entzückend. Es sah durchaus so aus, als ob sie so leben wollten - und es wäre sicher möglich gewesen. Doch niemand hat gehört - niemand hat gefragt. Und für Tabea war es einfach zu viel. Überall sprach man von der 50% Chance. Diese Prophezeihung hat sich erfüllt. Lebe wohl Tabea im Himmel und habe es gut. Sei Lea immer nahe. Und Du, Lea, wir wünschen Dir von Herzen viel Kraft. |
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Ausschnitt aus einem Artikel Expander für die Kopfhaut In den ersten Minuten sind die Mädchen noch zu schwach zum Weinen. Dann beginnt das Wimmern und Schluchzen. Und immer wieder schreien sie laut auf. Stundenlang dauert das, nur mit kurzen Unterbrechungen. Liebevoll streicheln Nelly und Peter ihre Töchter, halten sie fest, summen leise Kinderlieder. Auch noch in der Nacht auf der Kinderstation ein Stockwerk tiefer. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Kinder seelisch und körperlich so angegriffen sein würden nach diesem Eingriff", sagt Nelly leise. "Die beiden haben nicht nur Schmerzen. Sie haben Angst, sie sind in Panik. Das schockt. Es tut weh, die beiden so zu sehen." An die große Trennungsoperation im September will die 26-Jährige in diesem Augenblick lieber nicht denken. Aber sie glaubt auch, dass es keinen anderen Weg für Lea und Tabea gibt. |
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