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- DAS INTERNET - Abbild des menschlichen Bewußtseinsnetzes
Die große Lern-Chance der Menschheit auf dem Weg in eine
neue Dimension
- von Dietrich von Oppeln
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- Im Sommer war ich mit einer Gruppe von Seminarteilnehmern
bei Semu Huaute, einem Heiler und Medizinmann der Chumash Indianer,
genannt Grandfather - in den Bergen nordöstlich von Santa
Barbara (Kalifornien).
Ich bat den 95-jährigen, etwas für mich zu tun, und
er nahm mich in seinen heiligen Raum. Nach der Anrufung von seinen
"Spirits", hilfreichen Geistern, berührte er mich,
um mich herumtanzend, mit heiligen Gegenständen, um mir
schließlich mit einem Messer aus Obsidian etwas vor dem
Bauchnabel abzuschneiden. Was er abschnitt, so hörte ich,
waren negative, destruktive Verbindungen zu Menschen und auch
zu Wesenheiten, die mir Energie abzogen - also parasitäre
Verbindungen, Verbindungen von Co-Abhängigkeit und gewohnheitsmäßige
Verbindungen, die nichts mehr einbringen. Er trennte die "Schnüre"
durch. Das tat gut.
Die Chumash also wußten von Verbindungen, die entweder
segensreich waren oder störend, energieabsaugend. Diese
Verbindungen sind energetische Verbindungen, nicht direkt sichtbar.
Wer sie sehen kann, sieht sie als eine Art Schnüre oder
feine Schläuche, in denen Energie hin- und herfließt.
Wenn diese Verbindungen gut und nährend sind, dann sind
sie leuchtend hell, und man sieht das Hin- und Herfließen
von gleißendem Licht. Wenn es sich um parasitäre Verbindungen
handelt, ist der Fluß einseitig. Nichts kommt zurück.
Viele von uns sind in solchen Verbindungen gefangen und wundern
sich, daß sie oft so müde und energielos sind. Im
schlechtesten Fall gibt die eine Seite positive Energie, empfängt
aber dafür Dunkles, Trübes, gar Giftiges, Ungesundes.
Das kann krank machen. Diese "Schnüre" docken
sich vorzugsweise an den Energiezentren an, genannt Chakras.
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- Diese Zentren wirken wie Sender und Empfänger. Sie
sind Kommunikationszentralen. Somit sind wir mitunter nicht nur
mit einem Strang, sondern sogar mit mehreren an mehreren Chakras
verbunden. Manche dieser Verbindungen waren vielleicht einmal
segensreich und wurden dann "sauer", also dunkel und
trübe oder nur einseitig segensspendend. In manchen der
Schnüre passiert überhaupt nichts mehr, sie hängen
nur da, sie "halten" aber immer noch "die Verbindung".
Auch diese toten Verbindungen müssen gekappt und die Wurzeln
herausgezogen werden, um für neue lebendige Verbindungen
Platz zu machen.
Im sichtbaren, physischen Bereich ist die erste und einzige Verbindung
solcher Art die Nabelschnur. Diese muß nach der Geburt
getrennt werden, damit Mutter und Kind leben können. Doch
sind wir unsichtbar mit Vielen verbunden, zuerst mit Mutter,
dann mit Vater, mit Geschwistern, mit Lehrern und Verwandten.
Mit allen, die uns emotional etwas bedeuten, verbinden wir uns.
Solche Verbindungen gibt es nicht nur von Mensch zu Mensch, also
von Einzelbewußtsein zu Einzelbewußtsein (oder auch:
von individuellem Bewußtseinsfeld zu individuellem Bewußtseinsfeld),
sondern auch zwischen den Bewußtseinsfeldern von Völkern.
Auch hier können diese Verbindungen parasitär oder
destruktiv werden. Auch hier sollte man die alten Verbindungen
lösen, um für neue segensreiche Verbindungen offen
zu sein oder neue lichtvolle Verbindungen miteinander zu schaffen,
indem man versucht, die Vergangenheit mit ihren Mustern zu heilen.
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- Manche dieser alten Verbindungen schicken sich nur noch
gegenseitig das Gift der Fehde, des ausgrenzenden Fundamentalismus
und der Rechthaberei. Durch die nicht gelösten Verbindungen
hält man sich in diesen negativen Strukturen. Und so steigt
das Gift aus der "Tiefe" auf, also aus dem kollektiven
Unbewußten, und schafft dann diesen nicht zu kontrollierenden
Haß, diese sinnlosen Auseinandersetzungen, die soviel Leid
bringen und an deren Ursache niemand so recht herankommt. Niemand
weiß genau, warum diese Steine fliegen, warum dieser verzweifelte
Haß immer wieder aufflammt bar jeder Vernunft. Die Ursache
liegt in der Tiefe, in den Bewußtseinsfeldern - es sind
die gesammelten Erfahrungen, uralte Traumata, die miteinander
verbunden sind und sich am "Leben" halten. (Zwischen
den Palästinensern und den Juden ist das der Ishmael-Isaak-Konflikt).
Ändern kann man daran nur etwas über die Tiefe. Früher
waren es die Künstler, die Sänger, die Dichter, die
großen mit Gott verbundenen Priester und Priesterinnen,
die dort hinabtauchen und etwas bewirken konnten. Es waren die
großen charismatischen Führer, die die Seele von Völkern
befrieden konnten. Das gibt es heute nicht mehr , und - gebrannt
durch Vorkommnisse wie jene vor rund 60 Jahren - erlauben wir
uns solche Persönlichkeiten mit Tiefgang nicht mehr.
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- Wie aber können wir dann etwas verändern, wenn
das, was die wahre Ursache ist, in der Tiefe brodelt, sich gegenseitig
nährt, und deshalb von aussen nichts zu machen ist ?
Wir müssen also da "hinunter", oder wir müssen
das, was da unten ist - dieses Netz - "nach oben" holen,
damit wir etwas darüber verstehen und lernen, was "da
unten" im Unbewußten geschieht und geschehen soll.
Menschen, Völker, alles Seiende, alles, was Bewußtsein
hat, sind also in einem nicht direkt greifbaren Bewußtseinsraum
miteinander verbunden. Man könnte dieses Verbindungsnetz
ein großes "Bewußtseinsmyzel" nennen, vergleichbar
mit einem Pilzgeflecht unter der Erde - und die Pilze, die über
der Erde aus dem Moos in den Himmel wachsen, das sind dann die
Inkarnationen, unsere physischen Erscheinungsformen - einzelne
Individuen, Gemeinschaften, Völker.
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- Lassen Sie uns das Ganze für einen Moment philosophisch
betrachten: Nach dem griechischen Philosophen Plato sind alle
Dinge dieser Erde Abbilder von Urbildern "im Himmel".
Das Urbild Baum zum Beispiel (das "Idol" Baum) hat
viele Abbilder ("Phänomene", Erscheinungsformen)
auf dieser Erde in Form von Pappeln, Kiefern, Birken etc. Sie
alle sind miteinander im Urbild (oder Urbewußtsein) Baum
verbunden.
Unser Urbild ist unser Höheres Selbst, und dessen Urbild
wiederum ist "Gott", der "Vater im Himmel".
In unserem Höheren Selbst sind alle unsere persönlichen
Inkarnationen, seine Abbilder, verbunden. Alle Höheren Selbste
sind wiederum mit und in Gott verbunden.
Somit sind wir alle Abbilder Gottes und miteinander verbunden,
denn wir sind alle aus diesem großen Bewußtsein und
haben - sozusagen als Fraktale - alle Eigenschaften dieses Gottesbewußtseins.
Wenn wir diesen Gedanken einmal weiterspinnen, dann könnte
es ja sein, daß die Urbild-Abbild-Theorie auch auf "niederer"
Ebene funktioniert. Vielleicht ist der Computer wiederum ein
Abbild des Menschen. Er hat zwar keine Gefühle, und es fehlt
ihm (bis jetzt) z.B. an dem Talent, Poesie zu schreiben, doch
hat er gewisse Eigenschaften seines Schöpfers. So wie Gottes
Gedanken "höher sind als unsere Gedanken", so
ist unser Bewußtsein "höher" als das des
Computers. Aber wir haben ihn in gewisser Wese uns ähnlich
geschaffen - er kann rechnen, schreiben, und inzwischen kann
er sogar sprechen, Musik machen, Bilder entwerfen etc.
Das Internet ist eine Vernetzung von Computern. Manche dieser
Computer sind riesige "Server", an denen Tausende von
Computern angeschlossen sind. Das Netz selbst ist ein Kommunikationsnetz,
in dem Energien, auf denen Informationen aufgebracht sind, hin-
und hersausen. Bis jetzt besteht es hauptsächlich aus dem
Telefon- und Funknetz, erweitert und verstärkt durch ein
Netz von Satelliten. Andere Netze kommen hinzu, wie das Netz
der Elektroleitungen. So sind Individuen, Haushalte, Gemeinden,
Städte, Länder und Kontinente verbunden durch Ströme
von Energien, auf denen Information aufgebracht ist - in Form
von Sprache, Musik, Bildern. Diese Informationen erzeugen Wirkungen
in Form von neuen Erkenntnissen, Bewertungen, Gefühlen und
Emotionen. Jeder Internet-User hat teil an diesem gewaltigen
Fluß von Informationen. Er kann viel Neues lernen über
die verschiedensten Realitäten verschiedenster Individuen,
Organisationen und Völker, und er erlebt ganz bewußt,
daß alle mit allen verbunden sind. Er erlebt auch, daß
Aufbauendes und Konstruktives, sowie aber auch Destruktives und
Schädigendes durch diese Leitungen saust.
Das Ganze ist wie ein prachtvolles glitzerndes Gespinst, eine
Lichtwolke aus Lichtfasern, mit größeren und kleineren
Lichtinseln. Das Glitzern, das Blinken sind die Endgeräte,
die sich ein- und ausloggen. Die ständig leuchtenden Inseln
sind die Server, die mit stärker leuchtenden Fasern verbunden
sind. Und die Lichtwolke, die schließlich den Globus bis
in den Weltraum hinein umhüllt, ist das Gespinst der Funk-Kommunikation
bis zu den Satelliten, die als leuchtende Punkte an der Peripherie
dieser Lichtwolke kreisen. Wabernd, lebendig, ein Lichtmyzel,
eine Wolke des Bewußtseins - so prachtvoll, so faszinierend
- "so wunderschön" würde Jodie Foster sagen
(wie im Film "Contact").
Übrigens: Dieses Bilder, Worte und Musik gewordene Bewußtseinsgespinst
ist ein wunderbares Informationsfeld für E.T.-Zivilisationen,
die wissen wollen, was wir hier auf der Erde so treiben. Außerdem
könnten die Schlauen von ihnen diese Bahnen bis in die Haushalte
hinein benutzen ... E.T.- Hacker der besonderen Art ... ja, ja!
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- Könnte es also sein, daß das Internet sichtbar
macht, was schon immer war, ist und sein wird - daß wir
Menschen viel mehr miteinander verbunden sind, als wir bisher
glaubten? Daß wir alle Bewußtseinsinseln sind, die
miteinander kommunizieren?
Warum, so sollten wir uns fragen, ist das Internet nicht nur
zu einem solch gigantischen Kommunikations - sondern zugleich
auch zu einem gewaltigen Wirtschaftsfaktor in unserer Zeit geworden
- mit z.T. atemberaubenden Zuwachsraten?
Natürlich hängt das damit zusammen, daß wir uns
nun - nach dem Zeitalter der Industrialisierung -im sogenannten
"Informationszeitalter" befinden.Die Sucht, die Leidenschaft
und der unersättliche Hunger nach hemmungsloser Informationsbefriedigung
scheinen uns alle ergriffen zu haben. Mit Information wird Handel
getrieben wie nie zuvor. Warum? Warum jetzt? Es ist ein Hunger
nach Teilnahme - zu wissen, was andere machen, die Lust am Kontakt,
die Lust zu lernen, die Lust, diese Verbindung zu spüren
und damit etwas zu machen, anderen näher zu rücken.
Das Chatten ist davon die offensichtlichste Form. Man findet
sich, man sucht sich nicht mehr. Man hat KONTAKT, man erlebt
VERBINDUNG, AUSTAUSCH. Man NÄHRT sich durch INFORMATION.
INFORMATION ist IN FORMATION (Information formiert sich, bringt
sich in Form, kommt in Bewegung).
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- Könnte es nicht sein, daß wir uns im Zuge der
Menschheitsentwicklung sehr klar machen wollen, daß wir
alle in Verbindung stehen, voneinander abhängig sind - daß
die kleinste Bewegung irgendwo auf alle einen Einfluß hat
und gesehen und miterlebt werden kann?
Drastisch haben wir das erfahren durch diesen Virus , paradoxerweise
genannt "love". Ein Dummejungen-bzw. -mädchen-Streich
im Fernen Osten hat einen Schaden von Milliarden von Mark angerichtet.
Tausende von Computern im privaten wie öffentlichen Bereich
wurden lahmgelegt, Firmen erlebten crashs.
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- "Wir hatten ja keine Ahnung ...!" sagten die
Urheber. Vielleicht bekommen wir dadurch mit, wie empfindlich
dieses Myzel Internet ist, und somit auch sein Urbild, dieses
Bewußtseinsmyzel, dieses Netz, das uns Menschen im sogenannten
kollektiven Unbewußten verbindet. Und was wirkliche LOVE
hier bewirken könnte.
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- Könnten wir über diese Energiebahnen nicht LIEBE
schicken, HEILUNG und BEWUSSTHEIT- im Internet und im "Inter-Net"
in der Tiefe, da wo Unbewußtes und Göttliches Bewußtsein
eins werden und sind?
Machen wir uns also durch das Internet, dieses Feedback-Netz,
die kollektive Bewußtseinsvernetzung und ihre gewaltige
Kraft klar? Machen wir uns endlich klar, daß alles, was
wir denken, aussenden, in unserem Bewußtsein tragen und
ins "Netz einspeisen", unter Umständen gewaltige
Folgen hat?
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- Es gibt ja die Anschauung - und wir haben vorhin schon
davon gesprochen -, daß wir Menschen "sparks of consciousness"
sind, also Funken von Bewußtsein - Fraktale des göttlichen
Bewußtseins mit all den göttlichen Eigenschaften.
Dieses Bewußtsein hat sich eine Welt geschaffen, um dort
etwas über sich selbst zu lernen, sich weiterzuentwickeln,
Erfahrungen zu sammeln. Dazu benutzt es Formen - die Formen der
Welt, der Erde, des Körpers.
Die fünf Sinne sind die Tore in diese eigene Schöpfung,
in der man erfährt, wer man ist. Das Spiel wird ziemlich
radikal geführt, denn während des Spiels des Lebens
"vergessen" wir, daß wir uns eigentlich nur eine
"Illusion" geschaffen haben, und daß die "Realität",
unsere wahre Realität, eigentlich formlos ist, ein Lichtkörper
voller Information, eine Lichtinsel, ein Bewußtseinsfeld
eben. Castaneda, angeleitet durch Don Juan, beschreibt es als
ein leuchtendes Ei (Nagu'al) , das in der Welt der Dinge und
Vereinbarungen (To'nal) als Person erscheint.
Durch die Veränderungen der Bewusstseinsfelder in dem Verbund
von Bewusstseinsfeldern verändern auch wir uns und entwickeln
uns weiter.Die Impulse kommen aus "dem Netz", dem großen
Feed-Back Mechanismus, in dem wir lernen, wer wir sind und wo
wir hingehen.
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- Das Internet macht uns also klar,dass wir verbunden sind
und eine Verantwortung haben für diese Verbindung. Darüber
hinaus können wir auch in Elektronenwindeseile an jedem
beliebigen Ort sein - während wir an unserem Schreibtisch
sitzen, können wir online und in real time beispielsweise
den Pazifischen Ozean vor den Küsten Mauis bewundern, weil
ein Freund dort seine Webcam aus dem Fenster hält.
Der Computer ist somit ein Abbild des Menschen und die Webcam
ein Abbild des menschlichen Auges.
- Ist es also auch möglich, daß wir uns durch
das Internet wieder in Erinnerung rufen wollen, daß wir
in diesem Bewußtseinsnetz auch reisen können, daß
wir an den Orten sein können, wo wir sein wollen?
Ist es möglich, durch die Augen eines anderen Menschen zu
schauen? Ist es möglich, in das Bewußtseinsfeld eines
Palästinensers im Westjordanland oder das Bewußtsein
eines tibetischen Lamas einzuloggen, um durch seine Augen zu
sehen und durch seine Hände zu fühlen?
Ist das die Vorstufe zum nächsten Zeitalter, dem Zeitalter
der Imagination und der Intuition? Nach Lazaris sind dies die
"Ölquellen" der Zukunft - einer Zukunft, in der
Imagination "bankable" ist, so wie heute eine Aktie
oder eine Immobilie - oder eben eine Ölquelle.
Ist das Internet ein "foreshadow" einer neuen Zeit,
in der wir andere Menschen nicht nur verstehen können, sondern
sie auch wirklich begreifen, erfühlen, durch ihre Augen
sehen, durch ihre Ohren hören, um dadurch eine Nähe
und ein Verständnis füreinander herzustellen, das es
so vorher noch nie gab?
Ein indianisches Sprichwort sagt: Bevor du über einen Menschen
urteilst, gehe drei Monde in seinen Schuhen. Ist dies das nächste
Stadium, in dem wir einen solch tiefen Einblick und so ein tiefes
Einfühlen haben, daß wir dadurch auch zutiefst Veränderungen
bewirken können? Aktives Mitgefühl in einer ganz neuen
Dimension? Hilfe durch Meditation, Gebete, gute Gedanken in einer
noch nie dagewesenen Intensität und Bewußtheit? Heilung
durch Erneuerung von Lichtfasern und Lichtinseln? Kappen von
alten, destruktiven Verbindungen und Anlegen von neuen, segensreichen
und nährenden? All dies über die Server von Intuition
und Imagination, von Traum und Vision ... den kraftvollsten Fähigkeiten
des Menschen?
Bringt die neue Zeit des neuen Menschen gar eine ganz neue Dimension
von Barmherzigkeit und Verantwortung, von Verständnis und
Toleranz?
Ja, ich glaube ganz sicher, dass wir Menschen dieser Erde unsere
Feindschaften, Fehden und Animositäten, die ethnischen Schwierigkeiten
und Inkompatibilitäten verstehen und auf tiefer Ebene heilen
können, indem wir uns bewußt - wie im Internet - verbinden
und uns von dem Verständnis leiten lassen, daß wir
alle aus dem Einen, dem gemeinsamen Bewußtsein entstanden
sind, unserem Urbild, das da genannt wird: Gott oder besser:
Gott/Göttin/All das, was ist.
- Und Gott schuf den Menschen sich zum Bilde ... so steht
es im ersten Kapitel des Alten Testaments. Gott schuf den Menschen
als sein Abbild - warum? Vielleicht, um mehr über sich selbst
zu erfahren? Wollte und will vielleicht Gott über uns "weiterkommen"?
Ich bin mir sicher, dass wir uns die Computer zum Abbild geschaffen
haben und die weltweite Vernetzung der Computer zum Abbild unserer
kollektiven Verbundenheit - um mehr über uns selbst zu erfahren
und weiterzukommen in unserer menschlichen Entwicklung.
Natürlich ist dabei auch Charakter gefragt, Integrität
und Wertbewußtsein.
Auch für das Internet gilt wie für den Verbund der
Menschen im kollektiven Bewußtsein die Grundregel: "Ich
übernehme die Verantwortung dafür, daß ich das
Schlechteste und das Beste im Menschen repräsentiere - und
ich entscheide mich für das Beste." In sofern hat das
Internet sicher auch einen apokalyptischen Aspekt. Es kann zum
"Biest" werden oder zum Kokon, aus dem der neue Schmetterling,
der Neue Mensch schlüpft.
Jeder, der am Internet als einer Repräsentation vom Besten
bis hin zum Niedrigsten im Menschen teilnimmt, wird immer wieder
an die Entscheidung zwischen den beiden Seiten geführt.
Ohne Kontrolle kann jeder dem Übelsten oder dem Hehrsten
in sich nachgehen - und diese Entscheidungsmöglichkeit sollte
das Netz auch weiterhin bieten. Es ist ein Abbild unserer Entscheidungsprozesse
darüber , was wir aus den unendlichen Möglichkeiten
des Bewußtseins auswählen und uns zur Erfahrung werden
lassen. Hier können wir erkennen, wie wir es halten mit
dem, was uns die Schöpfung anbietet. So schärfen wir
unser Wertbewußtsein und unsere Integrität.
Möglicherweise ist das unsere Eintrittskarte in das neue
Zeitalter nach dem Infomationszeitalter. Indem wir mit dem brisanten
Medium "Information" und "Vernetzung" umgehen
lernen, bereiten wir uns auf das noch so viel brisantere Zeitalter
der Imagination vor - ein Zeitalter, dessen Besonderheit es zum
Beispiel ist, daß sich alles sofort manifestiert, was wir
uns ausdenken und daß wir überall sein können,
wo wir uns hindenken. Ein Zeitalter, in dem es keine Autos und
Flugzeuge mehr gibt. Wo der Körper nicht mehr so wichtig
ist ... vielleicht als "Vehikel" nicht mehr gebraucht.
Wo ein Waldspaziergang wieder beide Realitäten umfasst,
die Illusion des Dinglichen und die Realität des Göttlichen,
das Myzel und den Pilz, in EINEM Bewußtsein. Wo wir heimkehren
in das Allseiende und Allumfassende, eins mit der Schöpfung,
mit uns selbst, mit Gott.
Eine Zeit, in der die Trennung zwischen hier und dort aufgehoben
ist und neue Räume erobert werden, faszinierend, majestätisch,
herrlich und göttlich ... eine Zeit, in der wir endlich
das erleben, von dem wir so lange schon träumen ... die
nächste Dimension.
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- © Dietrich von Oppeln, Januar 1999
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