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"Die Geiselnahme in Moskau"
von Dietrich
geschr. am 28.10.3002

 

In meinen Seminaren, in meinem letzten Buch, sage ich immer wieder, dass wir Menschen uns weltweit in der Phase 5, in der Phase des persönlichen Ausdrucks, der Kommunikation, des Selbst-Bewußtseins befinden. Diese Lebensphase, die sich bei einzelnen Menschen dadurch äußert, dass ihre Seele unruhig wird, wieder mit Macht am äußeren Leben teilnehmen will, äußert sich auch so bei ethnischen Gruppen, Nationen, weltweit. Es ist ganz klar, dass im kollektiven Bewußtsein der Völker die individuelle Freiheit, auch eines Volkes, im Vordergrund steht und sich unbedingt durchsetzen will. Denn die Seele mit all ihren Ausdrucksmöglichkeiten kann sich nur wirklich in Freiheit entfalten. Und sie WILL sich entfalten.
 
Auch wenn man denken mag, das Ganze sei nur politisch - es gehe nur um Macht, Clans, Positionen, Geld und fundamentalistische Paradigmen - wenn man genau hinschaut, sind sehr viel Emotionen dahinter - gespeist von den Volksseelen, von Menschen, die nach Freiheit und Unabhängigkeit lechzen. Machtpolitisch und destruktiv wird es dann, wenn dieses Drängen von kalt berechnenden "warheads" für ihre Ziele ausgenützt wird - dies ist das eigentliche wahre Verbrechen.
 
Völker, die lange in Abhängigkeit waren, wollen ihre Freiheit und man muß sie ihnen geben. Sie haben ein Recht darauf. Auch sie wollen ihren persönlichen Ausdruck, Lebensausdruck finden.
 
Es macht "Sinn", dass diese Geiselnahme ausgerechnet in einem Theater stattfand, in einer Stätte des Ausdrucks. Mitten hinein in das Musical platzt die Bombe einer Geiselnahme. Man muß sich diesen Schock vorstellen für die Männer, Frauen und Kinder dort - das Ensemble. Freude wandelt sich in Entsetzen, Singen in Schreie, Musik in Schüsse. Auch das ist mit nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen.
 
Wie wurde es "beendet"? Mit Gas - das man nicht riecht, nicht schmeckt - das einfach ohnmächtig macht und so vielen auch den Tod brachte. Und so reagieren wieder die einen auf die anderen und die anderen auf die einen - das alte Spiel des negativen Egos, das nichts anderes weiß und keinerlei kreativen Lösungen parat hat, als die, zu reagieren - mit denselben Mitteln. Todbringend. leidbringend. Mit den feigsten Waffen: Gewehre, Bomben, Gas und dem feigsten, zu was ein Mensch (sein negatives Ego) fähig ist: "ich bin gekommen, um zu sterben." Klingt das nicht heroisch? Nein, das ist es nicht. es ist feige, weil es viel mutiger ist, leben zu wollen ... und es ist überaus feige und absolut verabscheuungswürdig, Menschen, die unbewaffnet sind und leben wollen, so zu attackieren. Alle 640 "Überlebenden" werden enorm zu tun haben, wieder voll an das Leben zu glauben - wenn sie es überhaupt schaffen.
 
Warum wisst ihr denn nicht, dass dies NIE etwas gut macht - nie. Das negative Ego - ob nun in Menschen oder Völkern, ist einfach dumm und es fühlt nicht. Und so schlimm es klingen mag: die meisten Auseinandersetzungen dieser Welt und alle derartigen, geschehen aus Dummheit - sie sind dumm, im Sinne von Unfähigkeit, zu sehen, dass Menschen sich nie, niemals auf Dauer und auch durch keine Mittel unterdrücken, einsperren, von ihrem Wachstum und Ausdruck, von der Verwirklichung ihrer lebensbejahenden Visionen und Träume abhalten lassen. Dies war das Thema dieses Musicals "Nord-Ost".
 
Was hätte es gekostet, zu sagen, ja wir ziehen uns zurück aus dem Land - wir geben Euch die Freiheit. Ihr müßt es jetzt untereinander ausmachen und ihr werdet es.
 
Nicht richtig? Nicht vernünftig?
 
Warum gilt denn nicht für Völker, was schon längst für Individuen gilt? Ich kann doch nicht das Haus meines Nachbarn besetzen, nur weil er den direkten Zugang zu einem See hat und ich nicht? Weil auf seinem Boden die besseren Kartoffeln wachsen, und ich sie eben von ihm kaufen muß, weil ich selbst schlechtere oder keine habe?
 
Dasselbe mit Israel und Palästina. Beide beanspruchen Jerusalem als heilige Stadt - und es ging doch und es würde immer noch gehen, daß beide die Stadt gemeinsam bewohnen und lieben, wenn man den Menschen endlich die Freiheit gäbe, sich selbst zu organisieren. Wie schön war es, diesen Bericht bei CNN zu sehen, wo in einem Dorf in Israel Menschen beider Seiten friedlich zusammen leben. Gott schütze sie!
 
Wieder sage ich: Die Familien dieser Welt, dieser Völker - sie müssen zusammenkommen und ihr Recht einfordern. Sie leiden so sehr unter den Kriegen - von denen es weltweit immer noch ca. 70 gibt. Die meisten, wenn nicht alle, sind die Auseinandersetzung um Freiheit und Selbstbestimmung.
 
Der Orkan - der Vulkanausbruch - sind die Reaktionen ...
 
Die Seele stürmt, die Seele bebt und will ausbrechen ... sie will frei sein.
 
Alles Liebe für Euch
 
 
Dietrich
 
 
dazu lest bitte Dianas Botschaften auf ihrer Webseite
 
http://www.princess-diana.net
 
 
Euer
Dietrich von Oppeln
 
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