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- Juni / Juli
2009 • Worte zu Michaels Tod
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Liebe Besucher dieser
Webseite, liebe Freunde und Teilnehmer,
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liebe Lemuria-Freundin,
lieber Lemuria-Freund!
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Jeden Tag treffen wir hunderte von Entscheidungen und wählen permanent - dabei kann man Fehler machen. Meist sind sie nicht gravierend - aber mitunter schon.
Manchmal sind wir vorbereitet auf eine Situation - und oft nicht.
Dies ist menschlich. Manchmal will uns eine Situation - negativ oder positiv - einen Hinweis geben, aber manche Dinge geschehen auch einfach ... und dann brauchen wir die Demut, dass wir eben nicht alles in der Hand haben, erklären und kontrollieren können ... und oft müssen wir vergeben.
Nicht immer offenbart sich der Grund eines Geschehens sofort - und so ist es wichtig, nicht vorschnell zu urteilen.
Ein guter Freund von mit ist vor ein paar Tagen gegangen, hat aus eigenem Willen und Tun das Leben verlassen. Viele fragen sich jetzt: Warum? Er war doch so erfolgreich, seine Beziehung war gut, er war geliebt ... Und dann kommen die Stimmen: Also, vielleicht hat ja doch nicht alles gestimmt, vielleicht war das ja nur äußerlich und im Inneren hatte sich das schon längst angekündigt. Wir Menschen wollen eben oft die schnelle und "befriedigende" Erklärung, die logisch, lineare - und oft werden wir der Wahrheit dahinter überhaupt nicht gerecht. Die Wahrheit, die so viel komplexer ist. Vieleicht hatte er ganz andere Gründe, vielleicht war da eine Sehnsucht und ein Ruf, eine neue Dimension oder ein Tor, was jetzt im Moment offen war, um hindurch zu schlüpfen.
Die Karte für diese beiden Monate ist der Wasserfall - er steht für die Fülle und das Fliessen, aber auch für die beständige Wiederkehr und ewiges Leben.
Unter diesem Aspekt werden unsere Fehler und Versuche tröstlicher. Auch der Wasserfall fällt nicht perfekt gleichmäßig vom Felsen herab, er spritzt in allen Richtungen und sucht sich immer wieder neue Bahnen.
Auch ein Tod kann uns dazu ermutigen, das Leben zu feiern, das Fliessen des Lebens, das Herabstürzen und Aufgefangen werden.
Lasst uns das tun, das Leben feiern und segnen, das Leben hier und dort.
Wir z.B. feiern das Leben mit einem neuen Familienmitglied - unsere kleine Jara, eine Eurasier-Hündin - jetzt noch ein Welpe von 12 Wochen.

Ich wünsche Ihnen und Dir einen wundervollen Frühsommer!
Alles Liebe von mir ...
Euer und Dein
Dietrich von Oppeln

Zum Tod und Leben von Michael J. Jackson
Wir, Natalie und ich, sind zutiefst betroffen. Unsere Beziehung zu Michael war über alle Jahre hinweg tief - nicht nur liebten und lieben wir seine Musik, seinen Tanz, seine Gedichte, seine Philosophie und Kunst, wir verstanden ihn als Freund, als persönlichen Freund, obwohl wir nie direkt mit ihm zusammentreffen konnten. Natalie konnte einmal seine Hand schütteln und eine Mitarbeiterin vom Ch. Falk-Verlag schaffte es, ihm das kleine blaue Diana-Büchlein in die Hand zu drücken, in dem sie ja über Michael spricht. Wir haben mehrmals die Neverland-Ranch besucht (ohne hineinzukommen) und saßen abends lange oberhalb dieses magischen Ortes und fühlten uns ihm sehr nahe.
Wir möchten hier einiges zum Ausdruck bringen, was unserer Wahrheit entspricht, auch wenn es vielleicht nicht immer "schön" zu lesen ist. Michael war ein Mensch, der gerne und viel vergab. Wir wollen das auch tun, aber zuerst wollen wir einige Dinge aussprechen, die wir auf dem Herzen haben.
Ja, es ist so wie bei Diana. Ein großer Mensch stirbt und dann wird erst so richtig klar, was er geleistet hat, wer er wirklch war. Alle die Anschuldigungen, all die Häme der vergangenen Jahre verblassen. Im Gegenteil, jetzt kommt einer nach dem anderen und rehabilitiert ihn.
Einigen möchte man nicht zuhören, z.B. einer Schlange wie Uri Geller, der jetzt auf betroffen macht und so tut, als ob er immer schon an ihn geglaubt habe. Aber da kommt jemand auch wie der Junge Jordan Chandler, der gesteht, dass er aus Angst vor dem Vater Michael beschuldigt hatte (er hätte besser gesagt: Ich bin einfach charakterlos und genauso wie mein Vater).
Warum Michael übrigens das Geld an die Eltern bezahlt hat? Sehr einfach, er hatte dann seine Ruhe vor sicherlich weiterhin nervenaufreibenden Untersuchungen (bei denen es ja nur um Geld ging und nicht die Wahrheit) und hätte dadurch eigentlich auch die Welt aufrütteln können und den Vater als charakterlosen Betrüger entlarven. Denn welcher Vater würde den Missbrauch an seinem Kind mit Geld ablösen lassen - würde sich damit zufrieden geben? Es war ein Tribut an eine Welt, in der die Finessen von Rechtsanwälten mehr gilt als die Wahrheit.
Und ein Mann, der mt Kindern in einem Bett schläft, der muß ja ... nicht wahr? In seiner Reinheit hat Michael unwissentlich so vielen die eigene Fratze gezeigt ... die eigenen unsauberen Fantasien und Lüste ... und das hat solchen Menschen wie ihm schon seit Urzeiten das Leben gekostet.
Michael war nicht nur eine Pop-Ikone, das war die äußere Form, großartig, fantastisch - nein, er war (und ist immer noch) so viel mehr, ein Kartenmacher, Visionär, Träumer und Träumeweber, ein Tröster, mit einer Tiefe von Mitgefühl, die man unter "Pop-Ikonen" sonst nicht findet, zumindest nicht in einer so globalen Dimension.
Michaels Lebenswerk bestand aus so vielen Aspekten: In der Form war das seine Musik, seine Texte, Gedichte, Tanz, Performing Art, philosophischen Betrachtungen aber auch - und das ganz besonders - die Art, wie er lebte: Seine Liebe zur Schöpfung, zu Kindern, zu Tieren, zur Erde - zum Leben. Leben als Ekstase, als Tanz, als ein Geschenk, das man feiern muß. Vielleicht war es gerade diese Freude am Leben, die er zum Ausdruck brachte, diese ekstatische Freude, die das Helle und Dunkle gleichermaßen umarmte, die ihm Millionen von Freunden, aber auch so viele Feinde machten, die leider dann und wann mehr Macht zu haben schienen.
Seine Arbeit war und ist durch und durch ehrlich. Er hat sich nie als der nur Gute dargestellt, sondern die vielen menschlichen Aspekte gezeigt und besungen, auch die Verstrickungen, Traurigkeiten. Aber er hat das nicht einfach da stehen lassen, sondern in den Songs und in seinem Leben damit gearbeitet und diese Arbeit auch gezeigt. Er hat gezeigt, dass es Vergebung und Versöhnung gibt, mit sich selbst und mit anderen. So vielen hat er vergeben, nicht zuletzt seinem Vater, was eine bedeutsame Karte für so viele war und ist.
Er hat den jungen und nicht nur den jungen Menschen gezeigt, dass selbst bei der schlimmsten Jugend es immer noch möglich ist, kreativ zu sein, sich auszudrücken, sich zu zeigen, zu leben und Dinge anders zu machen. Natürlich hätten wir, Natalie und ich, uns zutefst gewünscht, dass Michael heil wird, heil wird von Scham und Schmerz, um frei zu sein, die ganze Fülle seines genialen Wesens zum Ausdruck zu bringen.
Ich bin der Überzeugung, dass es ein Übermaß an Schmerz war, der sch jetzt in der "Zeit des Doubles" (Man in the Mirror) zeigte und sich durch nichts mehr unterdrücken ließ. Michael hat enorme Scham erfahren als Kind und Jugendlicher, aber insbesondere als Erwachsener. Die Leute schauen immer nach der Kindheit und dem bösen Vater, aber das ist nur wenig gegenüber dem Missbrauch, den man am erwachsenen Michael Jackson verübt hat. Erwachsenenscham ist die schrecklichste Form, und sie ist tödlich, wenn sie nicht gestoppt und geheit wird.
Scham wurde ihm massiv in den Prozessen weitergegeben, in Interviews, in Artikeln und "Biographien", falschen Freundschaften, entwürdigenden polizeilichen Untersuchungen und Verhören und von Jugendlichen, die auf die Ranch kamen, die Liebe empfingen und ihn dann ans Messer lieferten.
Er war von Grund auf sehr verletzlich und verwundbar, offen, bereit zu antworten - und gerade deshalb hatten sich so viele auf ihn gestürzt - nein, nicht die Fans, nein, sogenannte Freunde haben das getan, die ihn für ihre Karriere benutzten. Die "Freunde", die selbst nie tun würden, was er getan hat. Die niemals sich so um alles Gedanken machen, nie so sehr nach ihrer Seele suchen, die die Bequemlichkeit des Kompromisses in ihrem Leben vorziehen und dafür sorgen, ein wasserdichtes Alibi zu haben, smart genug zu sein, alles zu verbergen, was der Karriere schadet.
Sie waren mindestens genauso schlimm wie dieser besessene Staatsanwalt, dessen Missbrauchsscham aus allen Löchern tropfte und der den Prozess gegen Michael als Rache gegen den eigenen Vater nutzte und einen Schamvertrag erfüllen wollte, der nichts mit Michael zu tun hatte.
Ja, es ist leider wahr, dass Menschen, die sich so in die Sichtbarkeit bewegen wie Michael und bewusst keinen Panzer anziehen, weil sie offen bleiben wollen für die Welt, der sie beitragen wollen - dass solche gerade dann für die ungeheilten Wunden anderer herhalten müssen nach dem Motto: Hier ist jemand, der bereit ist, dass wir uns an ihm rächen können für unsere eigenen Schmerzen. Hier ist einer, der thematisiert, wofür wir nicht den Mut haben - und noch besser: Wir können aus dem Busch heraus den quälen, der sich erlaubt, das Leben und die Liebe zu feiern ... wir können uns weiden an seinen Schmerzen, die WIR ihm beibringen und am Schluß recht haben, dass es ja doch nicht geht, das Leben eines begnadeten Künstlers zu leben. Lasst ihn herabziehen von "seinem Sockel" damit wir uns größer und besser fühlen, lasst uns ihn bespucken und ihn dann verhöhnen, was für ein besudelter Mensch er ist - und soooo einsam.

Das Titelbild des neuesten Spiegels spricht Bände. Darauf abgebildet ein Michael in vollkommener Hingabe und Seligkeit, vollkommen mit dem Göttlichen vereint, in einem dieser wundervollen Momente, wo Tanz und Musik sich in einem Augenblick der Ewigkeit vereinen - und darüber die Überschrift: "König einsam". EINSAM?
Ja, man hat alle die Gesichter der tausenden Fans wegretuschiert, die den Atem anhalten und diesem Klang lauschen ... er war mit Sicherheit hier nicht einsam!
Und wann war er einsam? Nicht unter den Fans, mit Sicherheit nicht auf den Konzerten oder mit seiner Familie (seinen Kindern), aber sicher bei denen, deren Nähe er immer wieder suchte, Freunde, ERWACHSENE, die ihm echten Rat, Liebe und Geborgenheit hätten geben können - und die ihn immer wieder alleine ließen oder Schlimmeres. Von ihnen hat er permanent Verrat erlebt, nicht durch direkte Beschuldigungen - neeeeiiiin - sondern durch ein Lächeln hier, eine Bemerkung dort, einen falschen Tip hier, eine doppeldeutiges Verhalten dort oder ein Schweigen. Die bequemste Art, indem man alles offen lässt, um Schaden anzurichten, ohne geschnappt werden zu können.
Es ist ähnlich wie bei Diana:
Millionen von Menschen zeigen nun, was die Wahrheit ist, wer der Mensch Michael wirklich war und was er ihnen bedeutete. Ein Mensch, der das zum Ausdruck brachte, was so viele ersehnen: Verständnis, Liebe, Geborgenheit, persönliches Erkennen, nicht allein zu sein.
Er hat, so bin ich absolut überzeugt, tausenden von jungen Menschen das Leben gerettet (ich meine das buchstäblich!!), die in ihm nicht nur den Sänger und Tänzer sahen, sondern einen Menschen, einen der ihren, der trotz aller Kümmernisse liebt, versteht, immer weder hofft und das Leben feiert. Ein Mensch - der einzige vielleicht - der da war und ihnen zurief "I love you more" oder zusang "You are not alone", nicht als Floskel oder Musikphrase, sondern vollkommen persönlich. Aus tausenden in einem Musikzelt hat er EINE Stimme herausgehört und genau dieser geantwortet.
Er hat sich riesig über die Möglichkeit eines "Comeback" gefreut. Es war eine neue Welle in seinem Leben, riskant, mutig und großartig! Er hat sie bestiegen, die Welle, dieser Tänzer zwischen den Zeiten und Räumen. Sie hat ihn an ein anderes Ufer gespült. Michael wollte, aber sein Körper nicht mehr.
So traurig wir sind, so sehr freuen wir uns auch für ihn. Hört auf, nach den Schuldigen zu suchen. So sind die obigen Zeilen auch nicht gemeint.
Es war, so seltsam es klingt, ein guter Zeitpunkt, nach Hause zu gehen. Was jetzt folgen wird - und dafür beten wir - ist, dass in seiner ganzen Pracht das ausgebreitet wird, was er geschaffen hat - dass man ihm die Ehre gibt, indem man großzügig die Archive öffnet und endlich weniger an das Geld als an sein Vermächtnis denkt. Das möchte ich auch Sony zurufen.
Sie haben sich jetzt viel zu erzählen, Michael und Diana, und können und dürfen das Leben feiern.
Michael, wir verneigen uns und danken Dir. Wir umarmen Dich. Ja, ruhe in Frieden, aber bitte nicht zu lange. Ob es nun wieder diese Welt ist oder eine andere ... wo immer Du hingehst, Du wirst ein Licht sein, eine Hoffnung und ein Versprechen.
We love you ...
Dietrich und Natalie
Gedicht von Natalie
Dies sind die Karten, die ich für Michael gezogen habe:
Das Magische Tor, die Essenz und der Kosmos.
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LEMURIA Dietrich
von Oppeln-Bronikowski
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