12. Mai 2010
Liebe Besucherin, lieber Besucher dieser Webseite, liebe Lemuria-Freunde!
Der Mai ist gekommen ...
aber er gebärdet sich kalt und "unwirtlich" - bis jetzt ...
dennoch wissen wir, dass der Sommer kommt und es bald wärmere Tage gibt.
Das fällt uns bei den Jahreszeiten leichter als bei uns selbst.
Manchmal, wenn es in uns kalt und fröstelig ist, oder dunkel und traurig, niedergeschlagen oder zweifelnd .... dann fällt es uns oft schwer genauso an die "sonnigen und wärmeren" Tage zu denken, die mit Sicherheit wieder kommen werden.
Aber es ist wichtig, sich selbst in diesen Zeiten darauf zu freuen.
Diese Zeiten in denen wir jetzt sind ... manchmal auch dunkel und traurig ...
Ich möchte jetzt auch etwas zu den Missbrauchsvorfällen schreiben.
Für mich hat es viel zu tun mit zwei schwerwiegenden Aspekten des menschlichen Lebens:
Eifersucht und Neid.
Der Unterschied zwischen beiden:
Eifersüchtig ist man auf etwas, das man selbst haben könnte, aber sich nicht zugesteht oder aus anderen Gründen nicht hat.
Neidisch ist man auf etwas von dem man weiß, dass man es nicht haben kann - und einen das mit Neid erfüllt, der sehr bald in Gewalt oder Raub oder ähnliches umschlagen kann. "Wenn ich es nicht haben kann, dann will ich es zerstören ...".
ich denke, dass Letzteres eine große Rolle bei diesen Formen des Missbrauchs spielt.
Der Priester, der mit Neid auf seine Ministranten schaut, neidisch ist auf ihre Unschuld und Reinheit ihrer Anbetung. Oft sind die Kinder ein Opfer, die besonders hingegeben sind an ihren Dienst an Gott und der Kirche.
"Ich will das auch, aber ich glaube, ich werde es nie (mehr) haben ... und so will ich es rauben oder gar zerstören."
Warum hier auch oft "Sexualität" im Spiel ist, hat einen einfachen aber umso erschreckenderen Grund.
In Lemuria gehörte die Sexualität, die "Ashanah" zum Heiligsten, was es zwischen zwei Menschen gab. Mit der Ashanah wurde der Bund zwischen zwei erwachsenen Menschen endgültig versiegelt. Durch die Ashahah floss der göttliche Segen in die gemeinsame Beziehung und erhöhte sie.
Dies "archetypische" Rolle der Sexualität als einer Möglichkeit, Heiligung zu empfangen, spielt bei Missbräuchen sicher oft eine Rolle - so verzerrt und krank das Ganze ist - nach dem Motto: "ich will deine Unschuld und ich will deine reine Lebenskraft ... und vielleicht kann ich es erhalten, indem ich dich missbrauche."
Natürlich ist das nicht möglich und dann kommt es zur Gewalt und Wiederholung ... bis das Kind an nichts mehr glaubt und Hingabe und Reinheit und Unschuld für immer zerstört sind. Aber auch das Vertrauen in sich selbst, in den eigenen Reichtum, in die Fülle des Lebens ...
In manchen Fällen haben die Täter dies in der Kindheit selbst erfahren und versuchen auf diese Weise, das Verlorene wiederzubekommen .... was natürlich nicht möglich ist und sie noch mehr anstachelt.
Es ist schwerwiegend ... denn es gibt kaum etwas Schlimmeres, als einem Kind das Vertrauen in das Göttliche zu nehmen, ihm seine Unschuld zu rauben. Dies passiert Kindern immer wieder - aber es ist auch ganzen Völkern passiert. Reinheit und Unschuld, natürlicher Reichtum und natürliches Glücklichsein wird zunächst bewundert, dann beneidet und schließlich geraubt und zerstört ... weil der Reichtum, den man geraubt hat, nicht glücklich macht ... weil die Unschuld, die man geraubt hat, einen nicht wieder rein macht ... nichts, was man mit Gewalt an sich gebracht hat, wird einem je gehören .... aber das bringt dann noch mehr in Rage ... und dann schlägt man zu, als ob es die Schuld des Opfers ist, dass man nicht besitzen kann, was man ihm geraubt hat.
Neid ist eines der Hauptprobloeme in unserer Welt ... man denke nur an Resourcen aller Art, die immer wieder zu Annexionen, Kolonioalismus und Kriegen geführt hat ...
Neid entsteht oft, wenn man das, was man selbst hat oder hatte, vernachlässigt oder verloren hat, oder nicht mehr dankbar dafür ist und nicht anerkennt ... sondern dorthin schaut wo offensichtlich "alles besser ist" und das haben will ... und wenn man es nicht haben kann ... zerstört.
(Der Film "Mission" zeigt das auf, aber auch der jetzige Film "Avatar")
Jede Form von Terrorismus gehört hier hinein, Imperialismus, auch der moderne ... und auch die Finanzkrisen, auch der Länder. Denn: Ganz in der Nähe von Neid ist Habgier.
Wir befinden uns in einer Zeit, wo der Neid - hoffentlich zum letzten Mal - sein hässliches Gesicht erhebt, um erkannt, angesprochen und geheilt zu werden.
Lasst uns alles dafür tun dadurch, dass wir unseren eigenen Neid erkennen und zur Heilung bringen (und auch Eifersucht und Missgunst, die kleineren Schwestern von Neid).
Dankbarkeit für das, was man hat und ist, ist bereits ein grosser Schritt dorthin.
Ein anderer Schritt ist, das eigene Mangelbewusstsein aufzuspüren und bewusst die Freude an der eigenen Fülle entgegenzusetzen.
Ein anderer Schritt ist, sich und anderen für den Neid und was er bewirkte, zu vergeben. Dazu muss man aber ein wenig schauen:
"Wo bin ich selbst neidisch ... auf andere, was sie haben und sind ..." und es dann bewusst gehen zu lassen und zur Selbstliebe und Selbstgenügsamkeit zurückzukehren.
Jeder von uns hat genug und genug bekommen.
Wir sind hier, uns gegenseitig mit unserem Reichtum zu beschenken oder ihn über Wert für Wert auszutauschen ... in Integrität und der Wahrung des freien Willens.
Dann sind wir alle reich.
Dein und Euer
Dietrich von Oppeln
