27. 4. 2003

     

 
 
Liebe Besucher, liebe Freunde,
 
 
Erfurt und der Irak-Krieg - was haben die gemeinsam?
 
Eine Feigheit:
Waffen, die auf Entfernung wirken.
Ob diese Entfernung nun ein paar Meter beträgt oder einige tausend Kilometer.
 
Diese Waffen sind deshalb so masslos feige, weil der, der sie benutzt, meist sicher ist:
Hinter einem Busch, einem Hügel, in einem Flugzeug oder einer unterirdischen Kommandozentrale.
 
In Avalons Zeiten haben sich Ritter echte Zweikämpfe geliefert, man sah den Feind, man konnte sich vorbereiten - und meist haben sich nur die gemessen, die auch wirklich ebenbürtig waren.
 
Heute, in unserer so masslos ziviliserten Gesellschaft, sehen wir diese beiden Bilder:
Ein General, der mit einem Becher Kaffee in der Hand im sicheren vollklimatisierten Bunker einen Angriff am Bildschirm ausführt - und ein irakischer Vater, der sein blutüberströmtes Kind im Arm, hält.
 
Robert erschoss inerhalb weniger Minuten 17 Menschen an dieser Schule ... seine Realität der Zurücksetzung, Kränkung ... seine Wut bekam solche Ausmasse, dass er handeln wollte ... endlich einmal Macht haben, etwas bewegen ... er, der sich so ohnmächtig fühlte ... so weg von allem ... so distanziert von allem, auch von sich selbst.
 
Aus dieser Distanz schoss er dann ... weil es dafür eine Waffe gab.
Seine Realität wurde zu einer Realität des Krieges ... und niemand hat etwas bemerkt. Niemand konnte sich drauf vorbereiten ... der Krieg brach herein in einen ganz normalen Schultag
 
Die irakischen Familien haben nicht bemerkt, was sich wirklich über ihren Köpfen zusammenbraute ... ein hauptsächlich ferngesteuerter Krieg. Auch einer, der hauptsächlich aus Kränkung, Angst und Ohnmacht geführt wurde ...
 
Es gibt - in der Tiefe - keinen Unterschied zwischen Robert und denen, die diesen Krieg führen ... auf allen Seiten ...
 
Der 11.9. 2001, der 26.4.2002: sie waren verzweifelte Botschaften ... aber die Botschaft wurde nicht verstanden ...
 
... die Botschaft, dass wir endlich die Hauptfähigkeit dieser Epoche anwenden müssen ...
die Fähigkeit der tiefen und verändernden Kommunikation gepaart mit Verantwortung, Mitgefühl und Vision , spiritueller Kompetenz und Seelentiefe ... so, wie wir sie auf Lemuria finden.
 
Das haben wir in uns! Wir brauchen nur soviel wie möglich davon geben, hinausstreuen, sagen, faxen, mailen, spielen, singen ...
wo immer wir die Gelegenheit haben ... damit endlich die (vermeintliche) Ohnmacht und der (vermeintliche) Überlebenskampf überwunden werden zu wahrem Leben.

In diesem Sinne, Ihr lieben Lemurianer ... Euer

 

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